Das Recht auf Privatkopie
Posted by KF in Deutschland, Justiz on 6. Februar 2010
Wer hat nicht schon einmal eine Musik-CD für den Freundeskreis oder ein Familienmitglied kopiert? Die meisten tun es, ohne die genauen Rechtsgrundlagen zu kennen. Bis zu sieben Privatkopien einer legal erworbenen Musik-CD oder einer Schallplatte gelten nach gegenwärtiger Gesetzeslage als unbedenklich, soweit sie nicht für gewerbliche Zwecke und nur im privaten Freundeskreis oder der Familie genutzt werden. Diese Regelung soll unter anderem verhindern, daß Millionen Bürger wegen möglichen Urheberrechtsverstößen kriminalisiert werden. Als Ausgleich dafür wurden sogenannte Urheberabgaben eingeführt. Diese gelten zum Beispiel für Kopiergeräte wie CD-Brenner oder für Leermedien wie CD-Rohlinge. Für einen DVD-Brenner beträgt die Abgabe immerhin 9,21 Euro und für einen passenden DVD-Rohling zumindest noch 0,17 Euro. Bei professionellen Kopiergeräten können es auch schon mehrere hundert Euro sein. Die Urheber werden also durchaus fürstlich “entschädigt” für die Möglichkeit der Privatkopie.
Für Computerprogramme und Computerspiele gilt diese Regelung bisher allerdings nicht. In diesem Bereich sind derzeit nur sogenannte Sicherheitskopien erlaubt. Sie dürften also weder für gute Freunde noch für Familienmitglieder kopiert werden. Nun ist es aber offenkundig, daß sehr viele -vermutlich hunderttausende- Jugendliche dies trotzdem tun. Wir halten es für einen Fehler, daß diese Jugendlichen und im Zweifelsfall, damit einhergehend, auch ihre Eltern weiterhin kriminalisiert werden.
Deshalb fordert die DVU, auf Initiative unserer Jugendorganisation -Junge Rechte -, die legale Möglichkeit der Privatkopie auch auf Computerprogramme und Computerspiele auszuweiten. Grundlage hierfür sollte die schon vorhandene Gesetzgebung für Musik-CDs sein.
Trauermarsch in Dresden – Aktueller Stand
Posted by MF in Deutschland, Politik on 5. Februar 2010
Vor wenigen Tagen berichteten wir darüber, daß die Stadt Dresden versucht, den Trauermarsch am 13.02.10 zu verhindern und auf eine stationäre Kundgebung zu beschränken.
Der stellvertretende DVU-Bundesvorsitzende Rechtsanwalt Knop, der im Auftrag der “Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland” das Verfahren gegen die Stadt Dresden führte, ist heute auf ganzer Linie erfolgreich gewesen.
Das Verwaltungsgericht Dresden hat soeben entschieden, daß die Reduzierung des Trauermarsches auf eine Standkundgebung rechtswidrig ist. Die Auflage der Stadt verstoße gegen die Versammlungsfreiheit, ein “polizeilicher Notstand” sei von den Behörden nicht glaubhaft dargelegt worden.
Für die Stadt bleibt selbstverständlich die Möglichkeit, die nächste gerichtliche Instanz anzurufen, wir sind dennoch zuversichtlich, daß die Veranstaltung in der geplanten Form stattfinden kann.
Alle weiteren Informationen, darunter auch Mitfahrgelegenheiten, können über die Internet-Seite der JLO: www.jlosachsen.de in Erfahrung gebracht werden.
Winters Freud, Winters Leid…
Posted by CW in Deutschland, Politik on 5. Februar 2010
Wir haben uns schon so an das Gerede von der Erderwärmung gewöhnt, daß ein richtig kalter und langer Winter uns offenbar auf dem sprichwörtlichen “kalten Fuß” erwischt. Während sich schlittenfahrende Kinder oder Wintersportler freuen, ist die breite Masse der Menchen von Verkehrsbehinderungen nicht wirklich angetan.
Die FDP — auch als Spaßpartei bekannt — weiß Abhilfe. Sie meint, die Bundesregierung müsse die Länder verpflichten, eine Streusalzreserve bereit zu halten, damit zumindest auf den dem Bund gehörenden Straßen — Autobahnen und Bundesstraßen — der Verkehrsfluß gewährleistet ist.
Tatsächlich hört man allerorten, daß Streumittel knapp sind. In Rostock beispielsweise kam am vergangenen Wochenende der öffentliche Verkehr völlig zum Erliegen. Die Stadt hatte kein Salz mehr. Nur die örtlichen Verkehrsbetriebe hatten vorgesorgt und verfügten noch über eine kleine Reserve, die allerdings angesichts von dort 40 Zentimetern Neuschnee über Nacht nicht wirklich hilfreich war. In Hamburg hat man begonnen, Sand ins Streusalz zu mischen. Obwohl das eigentlich die falsche Beschreibung ist: “Wir mischen 25 Prozent Salz in den Sand”, erklärte ein Sprecher der Stadtreinigung. Sicherlich ist Sand besser als gar kein Streumittel. Aber ein Viertel Salzanteil erscheint nicht gerade üppig.
Damit steht Hamburg sich noch deutlich besser als andere norddeutsche Großstädte. In Celle, Hildesheim, Lüneburg und Osnabrück ging Anfang der Woche gar nichts mehr. Die Kommunen schieben die Verantwortung auf die Lieferanten: Die kämen mit den Nachbestellungen nicht nach.
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Gewalt von links
Posted by CW in Deutschland, Politik on 4. Februar 2010
Angebliche oder tatsächliche rechte Gewalt ist ein beliebtes Thema in den Massenmedien. Wenn irgendwo ein betrunkener Jugendlicher einen Türken oder Schwarzen verprügelt, war das zweifelsfrei ein ausländerfeindlich motivierter, also rechter Übergriff. Daß der gleiche betrunkene Jugendliche vorher einen Landsmann oder schlimmstenfalls sogar eine alte Dame verprügelt hat, wird gern ausgeblendet. Und wenn er um zwei Promille oder so was im Blut hatte, ist an dem Übergiff gegen den armen Türken oder Schwarzen natürlich nur sein Ausländerhaß schuld; nicht etwa die Bierbrauerei oder Schnapsbrennerei, durch deren Produkte er maßlos enthemmt war. Bierbrauer und Schnapsbrenner sind anständige Menschen und gute Steuerzahler und können nichts dafür, welcher Mißbrauch mit ihren Produkten betrieben wird.
Zumindest vereinzelt finden Menschen diese Darstellungsweise ein wenig einseitig. Und der eine oder andere ist in der vorteilhaften Situation, auch einmal offiziell hinterfragen zu können. Beispielsweise Andreas Dressel, Hamburg. Herr Dressel sitzt für die sozialdemokratische Partei Deutschlands im Hamburgischen Landesparlament, der Bürgerschaft. Als Abgeordneter darf er der Regierung Kleine Anfragen stellen, die die Regierung zu beantworten hat.
Herr Dressel wollte wissen, wie es in der Freien und Hansestadt Hamburg mit politisch motivierten Gewalttaten aussieht — solchen von links.
Natürlich hatte der Sozialdemokrat bei seiner Frage wohl auch einen Hintergedanken. Hamburg hat schließlich eine schwarz-grüne Landesregierung. Die Verbindung der GRÜNEN zu radikalen bis extremistischen und vor allem auch gewaltbereiten linken Kreisen ist bekannt. Er dachte sich wohl, mit dieser Frage den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg in Verlegenheit bringen zu können.
Das ist ihm gelungen. Denn die Polizei hat — wie das Hamburger Abendblatt die Antwort auf die Anfrage wiedergab — im Jahre 2009 757 politisch motivierte Straftaten von links festgestellt. Das bedeutet einen Anstieg um 41,4 Prozent. Nicht gerade wenig!
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Vor der Wahl – nach der Wahl…
Posted by CW in Deutschland, Politik, Wahlen on 1. Februar 2010
Vor der Wahl versprochen — nach der Wahl gebrochen! sagt der Volksmund. Und damit hat er recht. Öfter jedenfalls als die Politiker mit ihren Wahlversprechen.
Vor dem 27. September 2009 hatten die Unionsparteien und die Liberalen Sparsamkeit durch Bürokratieabbau zugesagt. Jetzt tritt genau das Gegenteil ein.
Geradezu lustvoll legt das Wochenmagazin DER SPIEGEL dies anhand des Verkehrsministeriums dar. Dieses von Peter Ramsauer (CSU) geleitete Ministerium hat außer seinem Chef nicht weniger als fünf Staatssekretäre. Und deshalb sind für Schreiben der Behörde sechs verschiedene “Sonderregelungen” zu beachten. Dem Minister selber reicht es, wenn von ihm unterzeichnete Briefe die Formel “mit freundlichen Grüßen” enthalten. Anspruchsvoller ist Staatssrekretär Jan Mücke von der FDP. Bei ihm muß der Empfänger den Eindruck haben, individuell angesprochen zu werden: “Mit meinen besten Grüßen”. Und wenn der Text zweiseitig ist, muß auf der zweiten Seite der Name Mückes noch einmal wiederholt werden. Vielleicht hat ja der Empfänger zwischen der ersten und der zweiten Seite vergessen, daß Staatssekretär Jan Mücke der Unterzeichner ist… Keine solchen Sorgen mach sich sein Mit-Staatssekretär Enak Ferlemann von der CDU. Möglicherweise ist er sich aufgrund seines ausgefallenen Vornamens bewußt, daß man ihn nicht so schnell vergißt. Aber auch Herr Ferlemann hat Sonderwünsche. Ganz im bürgerlich-konservativen Stil wünscht er außer der Grußformel als Briefabschluß: “Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben.”
Diese besondere Form der — nicht produktiven — Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist allerdings auch bitter nötig. Denn in früheren Haushaltsplänen wurden die Ministerien verpflichtet, Stellen einzusparen — ursprünglich einmal 1,5 Prozent jährlich, später immerhin noch 0,6 Prozent jährlich. Diese Verpflichtung kennt der neue Haushaltsplan nicht. Tja, und wenn somit aus dem Vollen geschöpft werden darf, dann gibt es keine Zurückhaltung. Welches Ministerium sieht schon gern ärmer aus als ein anderes Ministerium? Das könnte ja den Eindruck der eigenen Bedeutsamkeit schmälern.
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Kopfgeld
Posted by CW in Deutschland, Medizin, Politik on 1. Februar 2010
Philipp Rösler ist der optisch wohl auffälligste Minister im Kabinett Merkel. Der Mann mit einem deutschen Paß und einem Doktorgrad in Humanmedizin ist gebürtiger Vietnamese. Böse Stimmen könnten davon reden, daß das Kabinett Merkel sich mit ihm — erstmals in der Geschichte der BRD — einen Quoten-Migranten zugelegt hat.
Aber nicht wegen eines möglicherweise latenden Rassismus dürfte Dr. Rösler heute der unbeliebteste BRD-Minister sein. Das hat mit seinem Aufgabenbereich zu tun: Er ist Gesundheitsminister. Eigentlich eine schöne, eine dankbare Aufgaben. Welcher Arzt träumt nicht davon, mal für wenigstens einen Tag Gesundheitsminister zu sein und Kranken auf einer ganz anderen, einer viel höheren Ebene helfen zu können als nur in seiner Praxis oder seinem Krankenhaus? Philip Rösler hat sich diesen Traum erfüllt. Obwohl es im Moment für ihn vielleicht viel eher ein Alptraum ist.
Denn die Kosten im Gesundheitswesen explodieren. Nicht erst, seit Rösler Minister dieses Fachbereichs ist. Es ist eine permanente Explosion, ja, es sieht schon fast aus wie eine nicht enden wollende Kettenreaktion. Erste Krankenkassen haben angekündigt, von ihren Versicherten einen Zuschlag von schätzungsweise 100 Euro jährlich haben zu wollen. Das sorgt für Unmut im Volke und für Besorgnis bei Politikern. Deshalb hat Herr Rösler den Plan, eine Kopfsteuer im Gesundheitswesen einzuführen.
Die auch an der Regierung beteiligte CSU ist gegen die Vorstellungen des FDP-Ministers. Rösles bayerischer Amtskollege Markus Söder schätzt, wenn eine solche Kopfpauschale sozial gestaltet werden solle, müsse man aus Steuermitteln dafür 20 bis 40 Milliarden Euro aufwenden. Die hat der Staat natürlich nicht. Woher auch?
Sehr realistisch weist der bayerische Gesundheitsminister aber darauf hin, daß es meist zwei Wege gibt, ein Problem zu lösen. Mehr Geld auftreiben ist der eine. Die Kosten reduzieren ist der andere. Und dieser andere ist oftmals erfolgreicher als der erste Weg.
Das Gesundheitswesen hat — wie so vieles in unserer modernen Gesellschaft — einen bürokratischen Wasserkopf. Man braucht sich einfach nur die Vielzahl von Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen anzusehen, um zu wissen: Es sind nicht nur Ärzte, Krankenschwestern, Betreiber von Krankenhäusern oder die mächtige Pharma-Industrie, die zur Kostenexplosion beitragen. Es ist auch der Verwaltungsaufwand, der durch eine solche große Zahl von Kassen und Versicherungen entsteht. Das hat schon nichts mehr mit Wettbewerb zu tun. Es ist einfach ein Kropf. Und eine solche Struma — um in der Fachsprache von Dr. Rösler zu bleiben — würde man bei einem Menschen mit Jod, mit Schilddrüsenhormonen oder nötigenfalls auch durch operative Entsorgung behandeln.
Von solchen Möglichkeiten sollte Dr. Rösler erst einmal Gebrauch machen, bevor er daran denkt, durch das Abnicken eines Zuschlages die Versicherten zu belasten oder durch sozial nötige Anteile an einer Kopfsteuer den Steuerbürgern in die Tasche zu greifen.
Der EURO kriselt
Posted by CW in Deutschland, Europa, Finanzen, Politik, Wirtschaft on 30. Januar 2010
Ländern verschiedener Wirtschaftskraft eine gemeinsame Währung zu geben, ist ein riskantes Unterfangen. Das hat man vorher gewußt. Und nationalbewußte Deutsche haben besonders davor gewarnt, die harte D-Mark zugunsten des ungewissen Euro aufzugeben, der nach der Währungsumstellung im Volksmund immer öfter auf den Spitznamen “Teuro” hört.
Aber da gibt es ja die Kriterien von Maastricht, hat man uns zu beruhigen versucht. Die werden schon verhindern, daß durch wirtschaftliche Schwäche eines Landes oder mangelnde Ausgabendisziplin die ganze Euro-Zone leidet.
Jetzt steht Griechenland vor der Pleite.
Wie ernst die Lage ist, kann man an den Zinsen für griechische Staatsanleihen sehen. Vor wenigen Monaten waren sie noch bei durchaus moderaten vier Prozent. Und jetzt sind sie auf sieben Prozent hochgeschnellt, nahezu verdoppelt. Das ist wohl weit weniger die Gier der Anleger als mehr die Angst vor einem zumindest vorstellbaren Staatsbankrott.
Der griechische Ministerpräsident selbst weist alle Schuld von seinem Land: Er macht internationale Spekulanten verantwortlich, die es darauf abgesehen hätten, den Euro generell in den Keller zu treiben und sich Griechenland als schwächstes Glied der Kette ausgesucht hätten.
Übrigens genau das, was deutsche Nationalisten und Patrioten schon vor der Euro-Einführung warnend gesagt haben: Eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied….
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