
Brillante Analysen: Gustav Sichelschmidt
Im Juli 1971 gab der konservative Publizist Gustav Sichelschmidt ein Buch heraus, das die modernen Zeiterscheinungen einer durch die linken 68er forcierten Dekadenz schonungslos beschrieb: Wie im alten Rom. „Angesichts der kaum noch zu leugnenden Auflösungstendenzen unserer Zivilisationswelt richtet sich der Blick zwangsläufig auf das bereits vom Verfall gezeichnete Rom der späten Kaiserzeit. Auch damals begannen sich die sittlichen, gesellschaftlichen und politischen Ordnungen zu lockern, sodass sich frappierende Analogien zu unserer Zeit geradezu aufdrängen“, hieß es im damaligen Vorwort.
Die Kenntnisse um das römische Debakel müssten dazu führen, sich „in zwölfter Stunde zu planvoller Aktivität aufzuraffen.“ Zwanzig Jahre nach Erscheinen der Erstauflage warnte der Autor: „Ohne eine radikale Abkehr von einem nur noch pragmatischen Wirtschafts- und Fortschrittsdenken und ohne eine Regeneration unserer abendländischen Grundwerte, die unter die Füße der nihilistischen Bilderstürmer geraten ist, wird nichts mehr gehen.“ Europa müsse sich gegen eine Afrikanisierung und Islamisierung seiner Kultur aufraffen oder es werde untergehen.
Auch wenn es eine bittere Lektüre ist:
Es ist ein Verdienst, dass dieses aufrüttelnde Buch jetzt wieder in einer Neuauflage erhältlich ist. Die intensive Beschäftigung mit den Dekadenzerscheinungen des alten Roms bietet auch heute noch wichtige Argumente für die politische Diskussion.
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#1 by Wehrsport at 30. Oktober 2009
Masseneinwanderung als Konsequenz der Selbstaufgabe.
http://www.kreuz.net/article.10083.html
#2 by always win at 13. November 2009
An sich ne gute Sache, ich frag mich nur, ob das auch dauerhaft brauchbar bleibt.