Wer hat nicht schon einmal eine Musik-CD für den Freundeskreis oder ein Familienmitglied kopiert? Die meisten tun es, ohne die genauen Rechtsgrundlagen zu kennen. Bis zu sieben Privatkopien einer legal erworbenen Musik-CD oder einer Schallplatte gelten nach gegenwärtiger Gesetzeslage als unbedenklich, soweit sie nicht für gewerbliche Zwecke und nur im privaten Freundeskreis oder der Familie genutzt werden. Diese Regelung soll unter anderem verhindern, daß Millionen Bürger wegen möglichen Urheberrechtsverstößen kriminalisiert werden. Als Ausgleich dafür wurden sogenannte Urheberabgaben eingeführt. Diese gelten zum Beispiel für Kopiergeräte wie CD-Brenner oder für Leermedien wie CD-Rohlinge. Für einen DVD-Brenner beträgt die Abgabe immerhin 9,21 Euro und für einen passenden DVD-Rohling zumindest noch 0,17 Euro. Bei professionellen Kopiergeräten können es auch schon mehrere hundert Euro sein. Die Urheber werden also durchaus fürstlich “entschädigt” für die Möglichkeit der Privatkopie.
Für Computerprogramme und Computerspiele gilt diese Regelung bisher allerdings nicht. In diesem Bereich sind derzeit nur sogenannte Sicherheitskopien erlaubt. Sie dürften also weder für gute Freunde noch für Familienmitglieder kopiert werden. Nun ist es aber offenkundig, daß sehr viele -vermutlich hunderttausende- Jugendliche dies trotzdem tun. Wir halten es für einen Fehler, daß diese Jugendlichen und im Zweifelsfall, damit einhergehend, auch ihre Eltern weiterhin kriminalisiert werden.
Deshalb fordert die DVU, auf Initiative unserer Jugendorganisation -Junge Rechte -, die legale Möglichkeit der Privatkopie auch auf Computerprogramme und Computerspiele auszuweiten. Grundlage hierfür sollte die schon vorhandene Gesetzgebung für Musik-CDs sein.
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#1 by Nico at 6. Februar 2010
Wem nützt sowas, den Programmierern, die Familien ernähren müssen, dass ist eine Fordewrung, die nur Arbeitsplätze vernichtet und somit unhaltbar ist.
#2 by SLK at 6. Februar 2010
Das ich auch mit meinen persönlichen Eigentum keinen Handel aufmachen darf ist ja wohl klar. Aber ansonsten müsste jeder mit seinen Eigentum (ausgen. Tiere) machen und lassen können was er will!
#3 by Nico at 6. Februar 2010
Ich nenne es Diebstahl geistigem Eigentums, ist halt ein normaler Diebstahl, der dadurch auch legalisiert werden müsste.
#4 by Worch at 7. Februar 2010
@ Nico:
Wenn es eine entsprechende Abgabe gibt – sagt der Artikel ja eindeutig – ist es kein Diebstahl. Laß uns doch mal an die Zwangsabgabe GEZ denken, die viele ärgert. Wenn das durch den Kauf von Rundfunkt- oder Fernsehempfängern geregelt würde, würde der Bürger sich nicht mehr ärgern. Und die, die die Zwangsabgabe nicht bezahlen, nicht mehr kriminalisiert werden.
Christian Worch
#5 by Marks at 7. Februar 2010
@#3-nico
Geistiger Diebstahl wat nen Quatsch……………. wenn ich zitate verwende oder mir ein Buch leihe oder mir Schenken lasse könnt man das auch als geistigen Diebstahl werten wieviel Strafe soll man dafür zahlen???? es geht nicht um Handeln sondern um kostenlose Weitergabe. Also wie soll das Funktionieren auf Ihren geistigen Gedanken???
Andre Marks
Wolfsburg/Niedersachsen/Kolonie der Allierten(BRD-GmbH)
#6 by Nico at 8. Februar 2010
Da stimme ich dir zu Christian, GEZ ist dass eine, nur wenn ich mir ein PC Spiele kopiere, zitiere ich nicht oder entlehne mir etwas davon, sondern kopiere es 1 zu 1.
Dadurch hat der Nutzer dem Ersteller keinen Cent gegeben und entzieht somit das Geld für weitere Nachfolger oder Verbesserungen.
Ob die Preise angemessen sind sage ich damit nicht, nur ein Spiel kostet mehr in der Herstellung wie ein Rohling.
Bei der Sache bin ich etwas anders eingestellt.
@Marks Bei einer Raubkopie leihe und zitiere ich nicht ich erstelle 1 zu 1 Duplikate.
Wenn Sie ein Buch schreiben, und es mit dem Verleger für 30 Euro auf dem Markt bringen, es ist Ihr Buch, Ihre Gedanken, Ihr Herzblut und ich gehe hin und scann es in meinem PC und stelle es jedem kostenlos zur Verfügung. Was sagen Sie dazu.
Achso, wägen Sie bitte ab, sie müssten von dem Geld leben und Ihre Familie durchbringen.