
Quelle: flickr.com (c) SophosLabs
Wieder einmal hat die Bundesregierung vermeintlich leichtes Spiel: Erneut wurde den Lenkern unseres Staates ein verlockendes Angebot gemacht, mit dem sich auf einen Schlag vermutlich eine ganze Menge Geld verdienen ließe. Wieder einmal existiert ein Angebot aus dem Bereich des kriminellen Sumpfes, das der Bundesregierung für einige Millionen Euro eine CD mit den gestohlenen Daten tausender bundesdeutscher Steuer-Krimineller verspricht. Erst vor rund zwei Jahren konnte auf die gleiche Art und Weise eine Großzahl Steuerstraftaten aufgedeckt werden, prominentester Fall darunter der damalige Chef der Deutschen Post AG Zumwinkel, der einen zweistelligen Millionenbetrag am deutschen Fiskus vorbei auf Konten in Liechtenstein verbarg.
Der damalige Erfolg und vor allen Dingen die zusätzlich kassierten Gelder haben anscheinend einen derartig verlockenden Charakter, daß sich die Verantwortlichen nicht die Frage stellen, auf was für ein Geschäft sie sich mit solchen “Deals” im kriminellen Milieu überhaupt einlassen. Selbstverständlich ist es überaus verwerflich und in keiner Weise zu entschuldigen, wenn Wirtschaftskriminelle aus reiner Profitsucht versuchen, ihr Geld an der deutschen Steuer vorbeizuschleusen. Aber rechtfertigt diese eine Straftat die Unterstützung einer weiteren? Und bleibt es alleine dabei, einen solchen Datenraub nur zu unterstützen? So langsam scheint ein solches Muster Schule zu machen, so daß durchaus Menschen mit ausreichendem kriminellen Potential auf die Idee kommen könnten, ebenfalls in dieses Geschäft einzusteigen. Schließlich scheint dies ja ein lohnendes zu sein, bei dem man zudem trotz der begangenen Straftat kaum eine Strafverfolgung zu befürchten braucht.
Die Regierung würde sich hierdurch langsam aber sicher zum Auftraggeber für Kriminelle machen und sich vor allen Dingen aus ihrer eigentlichen Verantworten stehlen: Der Aufgabe, endlich durch eine vernünftige Gesetzgebung und Anwendung derselben, derartige Steuerhinterziehungen dauerhaft zu verhindern. Wie weit soll das ganze gehen? Bietet dieser Staat künftig vielleicht auch finanzielle Anreize für die Aufdeckung vermeintlicher Straftaten wie der sogenannten “Volksverhetzung”? Müssen wir davon ausgehen, daß uns nicht nur die direkte staatliche Ausspähung unseres heimischen PCs droht, sondern auch noch Personen aus unserem nahen Umfeld in Form von hohen Prämien darauf angesetzt werden?
Bertolt Brecht hat es eindeutig auf den Punkt gebracht: “Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.”
- Frondienst für die Systemparteien
- Manipulierte Arbeitsmarktzahlen
- Wir werden abgezockt!
- Die Einschläge kommen näher!
- Der EURO kriselt
- Deutscher Freiheitskampf
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#1 by Lutz at 2. Februar 2010
Ich denke gerade an die lächerliche Bewährungsstrafe, die der Volksschädling (dieses Wort habe ich absichtlich gewählt!) Zumwinkel bekommen hat. Die hat ihn aber beeindruckt!
Wenn man das mit der Strafe für Horst Mahler vergleicht, der niemanden geschädigt hat …
Und die Nachzahlungen an den Fiskus konnte der Zumwinkel bei seinem Vermögen mit der linken …backe leisten.
Wann kommt endlich alles schonungslos auf den Tisch, was mit dem Zahlungsgebaren von Karl-Heinz Schreiber zusammenhängt? Damit unser Kassenwart Schäuble bald die Flitze machen kann.
#2 by SLK at 2. Februar 2010
Es war schon immer so: die Kleinen hängt man auf,
die Großen läßt man laufen.
In Schotten (Vogelsbergkreis in Hessen) steht auf einem uralten Fachwerkhaus:
Die Kleinen hängt man auf, die Großen läßt man laufen, wär umgekehrt der Welten Lauf – würd ich mehr Strick verkaufen.
Heiß Debattiert !
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#3 by A. Fleischmann at 2. Februar 2010
Ihr wagt es doch tatsächlich, euch auf Bertolt Brecht zu berufen. Kommt euch das nicht selbst komisch vor oder wusste der Autor dieser Zeilen vielleicht nicht, wer Brecht ist?
Hier, zur Bildung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bertolt_Brecht
Admin: Selbstverständlich wissen wir, wer Bertolt Brecht war. Unabhängig davon lässt sich zu dem Zitat nur sagen: “Wo er recht hat, hat er recht…” . Zudem handelt es sich mittlerweile um
ein Zitat, das auch in “nationalen Kreisen” immer wieder gerne aufgrund seiner richtigen Grundaussage verwendet wird. Also “wagen” auch wir uns, es zu verwenden…
#4 by Simon at 3. Februar 2010
Sowas wird doch bei der Polizei dauernd gemacht, man “nutzt” die kleinen Fische, um an die richtig schwerern Jungs heranzukommen. Wahrscheinlich würde hier sogar nur die Ankündigung reichen, sich diese Daten zu beschaffen, und die meisten dieser reichen Saftsäcke bekommen kalte Füsse.
Und die Schweizer sollten sich mal schön ruhig verhalten, so langsam bekommt man das Gefühl der ganze Staat ist dort nur auf Schwarzgeld aufgebaut.
#5 by Lutz at 3. Februar 2010
@ # 4:
Das ganze Schwarzgeld-Problem gäbe es nicht, wenn bei uns ein Steuersystem wie in der Schweiz herrschen würde.
Aber wir verschleudern das Geld lieber ins Ausland und für’s Kriegspielen (und die Anderen lachen sich kaputt).
Sehr beliebt!
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#6 by Fritz at 3. Februar 2010
hat zwar nichts mit dem thema zu tun,trozdem möchte ich den lesern das neue
NACHRICHTENMAGAZIN ZUERST empfehlen,erhältlich an fast allen kiosken.
siehe auch reportage bei gesamtrechts.net
Heiß Debattiert !
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#7 by babo flabi at 5. Februar 2010
Es gibt einfach keine moral mehr. Jeder denkt nur noch daran wie er reich werden kann und ist bereit über leichen zu gehen.
Ich bin überzeugt das unser Ex Kanzler Helmut viel dreck am stecken hat, es würde reichen ihn 20 Jahre hinter Gitter zu bringen. Aber bei solchen Leuten werden die Augen zu gemacht und alles schön verschleiert.
#8 by babo flabi at 5. Februar 2010
Ich würde mir wünschen Herr Sarrazin würde Bundeskanzler.