Jürgen Rüttgers ist jetzt in die Kritik geraten. Die Landtagspräsidenten in NRW mussten sich schon vorher mit dem Vorwurf der Korruption herumschlagen. Wie immer in diesen Fällen zeigen diejenigen mit Fingern auf andere, die noch nicht belastet sind und das möglichst laut und effektvoll – denn bald könnte man selbst wieder dran sein. An einer wirklichen Klärung ist allen in Parlament vertretenen Parteien nicht gelegen.
Dabei ist das, was hier geschehen ist, traurige Normalität: Alle etablierten Parteien lassen sich schmieren – zum Beispiel bei Parteitagen. Die sind, weil es ja nicht wirklich um innerparteiliche Willensbildung geht, sondern um Effekt, zu einer Show-Veranstaltung verkommen. Während aber „Deutschland sucht den Superstar“ wenigstens noch Werbeeinnahmen generieren kann, interessieren sich für Gabriel oder Merkel noch nicht einmal die eigenen Mitglieder.
Die Folge: Ein drei Millionen teurer Parteitag muss finanziert werden. Und das geht am besten, wenn die großen Firmen direkt ihre Messestände dort aufstellen. Dann können „gute“ Gespräche mit verantwortlichen, d.h. stimmberechtigten Politikern einer Partei getroffen werden – gegen kleine Aufmerksamkeiten, versteht sich. Natürlich gibt es darüber wenig Schriftliches. So blöd sind noch nicht mal die Politiker der etablierten Parteien. Parteitagssponsoring ist lukrativ und muss nicht als Spende angemeldet werden. Bei den Parlamentsabstimmungen werden die Abgeordneten den Geldgebern dann schon zu Diensten sein.
Die DVU fordert eine grundsätzliche Wende in der Politik. Durch die Einführung der im Grundgesetz eigentlich vorgesehenen direkten Demokratie erhielten die Parteien eine wirksame Kontrollinstanz. Der Forderung des Grundgesetzes, nach der alle Staatsgewalt vom Volk auszugehen hat, würde dann auch wieder Rechnung getragen.
Diese Machtkontrolle wäre auch wichtiger als Gesetze, die nur die Lobbyismusprozesse reglementieren. Das Volk muss die Souveränität zurückgewinnen. Dann wird auch die Wirtschaft wieder die Notwendigkeit einsehen, eine gemeinverträgliche Politik zu machen.
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#1 by Lutz at 1. März 2010
Machtkontrolle schätzen etablierte Politiker wie der Teufel das Weihwasser.
Die größte Unverschämtheit bei der derzeitigen Affäre ist doch, daß Rüttgers und Tillich (gestern Systemträger des DDR-Regimes) nichts gewußt haben wollen.
Könnte eine Art spätrömischer Dekadenz sein!
Hoffentlich kriegt Herr Rüttgers am 09.05.2010 die verdiente Quittung und der Landtag eine nationale Fraktion, damit wie in Sachsen und Mecklenburg mal frische Luft in den Stall kommt (in Dresden und Schwerin wurde ja schon eindrucksvoll bewiesen, wie gut das funktioniert).
#2 by SLK at 1. März 2010
Was will man schon von all den “demokratischen” Parteien erwarten? M.M.n. ist die gesamte Regierung korrupt und verräterisch (Hochverrat, weil die Souveränität Deutschlands nach Brüssel verschenkt wurde). Gerade die Merkel ist doch aus dem Stall der sich “DDR” nannte. Was will man also erwarten?
Leute es hilft nur eins: eine einige nationale Partei, auch wenns schon 1000x gesagt wurde.
#3 by von Hagen at 1. März 2010
Die NPD wird in NRW keine Chance haben. Mit solchem Personal etwa?
http://gesamtrechts.wordpress.com/2010/01/30/nrw-ex-npd-kreistagsabgeordneter-wegen-vergewaltigung-von-vierjahriger-verhaftet/
http://www.youtube.com/watch?v=y9iI71a9dBk&feature=player_embedded
Die NPD würde mit Sicherheit einen großen Schritt voran kommen, wenn sie sich von solchen Leuten und den NS-Spinnern trennen würde. Aber das möchte vermutlich der “Verfassungsschutz” dann doch lieber nicht.
#4 by A. Vollbrecht at 2. März 2010
Traurig, traurig: seit mindestens Adam und Eva gibt es in jeder Organisation und jedem Volk auch Kriminelle, die aber Gott sei Dank irgendwann auffliegen und ihre gerechte Strafe bekommen! Natürlich ist hier ein heutiges Land im NAHEN OSTEN ausgenommen, dort wohnen nur liebe “Demokraten” und dieses traf auch auf das Heimatland der LINKEN “DDR” zu!!!!
#5 by WWahnfried at 7. März 2010
In heutiger Zeit kann man doch schon fast von einer Lapalie sprechen, wenn man Lobbyismus und Parteienkorruption meint. Ich zähle es mit zum Widerlichsten was man als “Volksvertreter” dem Wähler und Bürger antun kann. Sich seines eigenen Vorteils bewußt, nur dem Geldgeber gegenüber alles zu tun,damit dieser zufrieden im Hintergrund agieren kann.In welche Richtung auch immer.Sei es Tierschutz , Umwelt oder ähnliche Themen,sobald das Geld fließt wird das schlechte Gewissen, so vorhanden, auf Null runtergefahren. Und der Bürger wundert sich.Wie ich schon mal erwähnte , sind wir auf dem besten Weg zur Bananenrepublik.