Endlich sollen auch Pflegekräfte einen Mindestlohn erhalten


Für rund 600.000 Pflegekräfte gilt ab August ein Mindestlohn von 8,50 Euro im Westen, in den neuen Bundesländern ist es ein Euro weniger. Im Januar 2012 und im Juli 2013 sollen die Sätze noch einmal um jeweils 25 Cent angehoben werden. Dies hat das Bundeskabinett gestern beschlossen (siehe hier). Doch beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle (FDP), scheint keine große Freude aufzukommen, er ist gegen einen Mindestlohn.

Auf der einen Seite haben wir gerade in den neuen Bundesländern viele Unternehmen, die nicht in der Lage sind, einen pauschalen Mindestlohn zu bezahlen. Die wirtschaftliche Situation, der Konkurrenzdruck, aber auch die hohen Preise, Steuern und Sozialabgaben drücken diesen Unternehmen bereits jetzt schier die Luft ab. Deshalb wäre ein Mindestlohn, wie ihn populistische Parteipropagandisten derzeit fordern, für sie das Ende – und auch für viele tausend Arbeitsplätze.
Auf der anderen Seite gibt es ethisch-moralische Gründe, und beispielsweise auch das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes.
Wir dürfen einfach nicht zulassen, daß die anhaltende Massenarbeitslosigkeit immer mehr Menschen dazu zwingt, Löhne zu akzeptieren, die unter den tariflich vereinbarten Sätzen liegen oder sogar das Existenzminimum unterschreiten.

Deswegen tritt die DEUTSCHE VOLKSUNION für einen Mindestlohn ein, aber für einen Mindestlohn mit Augenmaß.

In Großbritannien gilt eine „robuste“ Wirtschaft als Voraussetzung für den Mindestlohn. In Frankreich ist der Mindestlohn an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt und sichert über die Kaufkraft der Arbeitnehmer den wirtschaftlich wichtigen Binnenmarkt.
Viele arbeitswillige Menschen sind gering oder unqualifiziert und drücken das Lohnniveau. All das gilt es zu berücksichtigen.
Die sogenannten Arbeitsmarktreformen der letzten Zeit, Entwicklungen im Ausländerrecht, die EU-Osterweiterungen, – diese und andere Entwicklungen tragen zu einem stetigen Absinken des Lohnniveaus in Deutschland bei und machen einen Mindestlohn überhaupt erst so interessant.

Im Gegensatz zum Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle (FDP), begrüßt die DVU die Einführung eines Mindestlohnes. Allerdings ist es für uns unverständlich, daß  es 20 Jahre nach dem Zusammenschluß der BRD und der DDR immer noch Unterschiede in den Tarifen gibt.

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  1. #1 by Malte H. at 18. Juli 2010

    Bitte beachten sie in ihrer Berichterstattung auch das examinierte (staatlich geprüfte) Pflegekräfte, die eine 3 Jährige Ausbildung abgeschlossen haben, ca. 9€ die Stunde erhalten und beim Mindestlohn nicht eingeschlossen sind.

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  2. #2 by Marks at 18. Juli 2010

    Das ist nicht ein Erfolg, ein ganzer Einheitslohn auf dem Gebiet der BRD-GmbH wäre
    ein Erfolg
    dieser wird aber von der Wirtschaft verhindert in.
    Andre Marks
    Wolfsburg
    Kolonie der Allierten(BRD-GmbH)

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  3. #3 by Bernhard at 21. Juli 2010

    Da wird leider was verwechselt, Pflegekräfte sind keine Altenpfleger, sondern an Altenpflegehelfer und diese haben eine 1 jährige Ausbildung im Gegensatz zu den anderen. Folglich müßte man auch das Geld für die Altenpfleger erhöhen, dafür ist aber kein Geld da.

    Muß ich Pfleger selber mitkriegen.

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  4. #4 by DerBremer at 21. Juli 2010

    Meine Lebensgefährtin hat fast 9 Jahre in der Altenpflege in Bruchhausen-Vilsen, Weyhe ( bei Bremen) und in Bremen gearbeitet.
    Ihre Meinung ist, das 8,50 Euro/Std bei der körperlichen schweren Arbeit immer noch zu wenig ist. Damit stimme ihr voll zu !! Sie hat als Altenpflege-Fachkraft 9,50 Euro ( in der Intensivpflege 12,00 Euro) verdient.
    Das Problem ist doch folgendes:
    Mehr Patienten bei weniger Personal. Als sie damals angefangen hat, war das Verhältnis 1:5, das heisst: 1 Pfleger bei 5 Bewohner. 2008 war das Verhältnis schon bei 1:17 ! Das grenzt doch schon an WAHNSINN !
    Man hat überhaupt KEINE ZEIT mehr, sich mit den Bewohnern zu beschäftigen.
    Mittlerweile ist sie für diesen Beruf aus gesundheitlichen Gründen NICHT mehr geeignet und macht z.Z. eine Umschulung.

    Heute wird man doch überall AUSGEBEUTET. Wozu noch arbeiten? Ich bin seit 12 Jahren im Sicherheitsdienst tätig. Wo Ist denn unser Mindestlohn, um nomal LEBEN zu können?
    Wir haben Kollegen, die kloppen 240 Std PLUS Hartz4 ! Ist das richtig?

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  5. #5 by Marks at 18. August 2010

    Der Einheitslohn auf dem besetzten Gebiet namens BRD-GmbH
    sollte in keiner Branche unter 9Euro liegen.
    Andre Marks
    Wolfsburg/BRD-GmbH
    Kolonie der Allierten

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